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Der gebbürtige Wiener (17.Oktober 1906) zeigte in seiner
Tischlerlehre schon früh seine Begabung für das Tragen von schweren
Gewichten. Er erkannte selbst seine ungewöhnliche Begabung, wurde Mitglied
im Athletenclub "Adler" in Wien und begann seine Karriere als Gewichtheber
im Leichtgewicht. 1926 wurde er österreichischer Meister und zweiter bei den
deutschen Kampfspielen in Berlin. 1927 trug er sich bereits in die
Weltrekordliste ein; 100 Kilo im Reißen, 128,5 Kilo im Stoßen. Insgesamt
erzielte er 18 Weltrekorde.
Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Amsterdam 1928 war für ihn
selbstverständlich. Mit 322,5 Kilo stellt er seinen eigenen Weltrekord ein,
die Goldmedaille schien zum Greifen nahe, jedoch erzielte der Deutsche Kurt
Helbig in seinem letzten Versuch die gleiche Leistung. Nun war die Jury
ratlos. Nach intensiven Beratungen wurde beschlossen, dass das geringere
Körpergewicht ausschlaggebend sein sollte. Man wog die beiden Athleten,
jedoch waren beide auf den Deka gleich schwer. Die Jury war wieder ratlos -
es kam zu langen Diskussionen. Schlussendlich wurden beide zu Olympiasiegern
erklärt.
Hans Haas blieb dem Sport immer treu und war bis zu seinem Tod, am 14.Mai
1973, begeisterter Anhänger der Olympischen Idee. |
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