Olympiasieger Matthias Steiner zeigte sich beim internationalen "Günter Stapfer Memorial" in guter Form. Nächstes Ziel ist eine WM-Medaille im November. Privat hat Steiner bald doppelt Grund zur Freude.
Ein Jahr nach seinem Olympiasieg hat sich Gewichtheber Matthias Steiner auf der Heberbühne zurückgemeldet.
Der 27-jährige Superschwergewichtler bewältigte am Samstag beim 16. "Günter Stapfer Memorial", einem internationalen Wettkampf in
Braunau, 425 Kilogramm im Zweikampf (Reißen 190/Stoßen 235). "Das war ein guter Einstieg, ich bin zufrieden", sagte der "Weltgewichtheber
des Jahres 2008". Privat hat Steiner bald doppelt Grund zur Freude: Seine Freundin, die Fernsehmoderatorin Inge Posmyk, erwartet ein Kind von ihm,
das im März zur Welt kommen soll. Bald will das Paar auch vor den Traualtar treten.
Sein Trainer Frank Mantek war mit dem gebürtigen Österreicher, der Olympiagold für Deutschland gewann, zufrieden.
"Da gibt es nichts zu meckern. Matthias liegt auf dem Weg zur WM genau im Plan." Steiner will bei den Weltmeisterschaften im November in
Goyang (Südkorea) eine Medaille gewinnen.

Nach seinem Erfolg in Peking, wo er mit 461 Kilogramm im Zweikampf olympisches Gold eroberte, hatte Steiner acht Monate nicht trainiert
und musste sich im Jänner einer Leistenoperation unterziehen. "Er ist wieder richtig heiß. Wenn die Gesundheit hält,
sind wir in Südkorea konkurrenzfähig", sagte Mantek.
Der aus Niederösterreich stammende Steiner, seit Jänner 2008 Deutscher, wurde von den rund 700 Zuschauern in Braunau trotz
des Nationenwechsels frenetisch gefeiert. "Es wird in Österreich schnell verziehen. Man könnte ja auch sauer sein, weil ich
weggegangen bin. Aber ich bin mit meinem gesamten Team herzlich aufgenommen worden", betonte Steiner, dessen Comeback auch großes Medieninteresse vor allem in Deutschland nach sich zog.
Auch sportlich bewegt sich in Österreich im Gewichtheber-Lager einiges. Der seit Jänner unter der Präsidentschaft von
Norbert Wallauch amtierende ÖGV-Vorstand installierte ein Leistungszentrum in Lunz/See, dieses soll im November seinen Betrieb aufnehmen.
Die fünf Athleten Patrick Manninger (SK Voest), Andreas Zeinlinger (SC Harland/Sohn des gleichnamigen ÖGV-Sportdirektors),
Edvard Nazarian (Post SV), Gerald Kugler (St. Pölten) und Robert Bologa (ATUS Bruck) werden sich dort ständig aufhalten und von
insgesamt zwei Trainern betreut.
Bericht und Foto: DiePresse.com
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